14 Stunden lang hängt ein Baby neben der toten Mutter. Eine tote Stimme rettet sein Leben.

Erst am nächsten Morgen – nach über 14 Stunden im eisigen Nass – wurde das überschlagene Auto von einem Fischer entdeckt. Dieser alarmierte natürlich sofort die Polizei. Der erste Helfer vor Ort war ein Polizist namens Bryan Dewitt. Was ihm aber an diesem kalten Morgen am Fluss widerfahren sollte, entzieht sich bis heute seiner Vorstellungskraft.

Bryan sah, dass das Auto sich gedreht hatte und auf dem Dach lag. In der eisigen Kälte war es halb im Fluss versunken und der Innenraum hatte sich zum größten Teil mit Wasser gefüllt. Der Polizist wusste sofort, dass er schnell handeln musste, um eventuelle Überlebende zu retten.

Youtube/Nancy Thomas

Als er die Böschung hinabkletterte, hörte er eine Stimme. Sie schien aus dem halb versunkenen Wagen zu kommen und klang sehr verzweifelt: „Helft mir! Helft mir!“ Bryan Dewitt antwortete sofort: „Wir sind fast da!“ Er begann an der Fahrertür zu ziehen, um ins Innere des Fahrzeugs zu gelangen. Jede Minute zählte.

Es gelang Bryan und einigen Kollegen die Fahrertür des Autos mit großer Mühe zu öffnen. Im Inneren befand sich die Fahrerin, Jennifer Lynn Groesback. Ihr regloser Körper war hinter dem Lenkrad eingeklemmt und nach einer kurzen Untersuchung war klar, dass die junge Frau den furchtbaren Unfall nicht überlebt hatte.

Auf dem Rücksitz befand sich ihre kleine Tochter Lily, die gerade einmal 18 Monate alt war. Dadurch, dass sich das Auto gedreht hatte, hing Lily, festgeschnallt in ihrem Kindersitz, leblos von der Decke. So hatte sie sage und schreibe 14 Stunden neben ihrer toten Mutter im Eiswasser verbracht.

Facebook/Jennifer Groesbeck