Mit unerträglichen Kopfschmerzen, geht die junge Frau zum Arzt. 2 Tage später ist ihr Bein komplett taub.

Mit unerträglichen Kopfschmerzen, geht die junge Frau zum Arzt. 2 Tage später ist ihr Bein komplett taub.

 

Die brasilianische Studentin Juliana Pinatti Bardella leidet seit längerer Zeit an furchtbaren Kopfschmerzen. Irgendwann entschließt sie sich, einen Arzt aufzusuchen. Was dieser entdeckt, ist so schockierend für die junge Frau, dass sie auf Facebook diese Warnung an alle Frauen veröffentlicht:

 

Twitter/KellyLottsMM

 

„Die letzte Packung. Die letzte Pille.

 

Alles hat mit leichten Kopfschmerzen angefangen. In den darauffolgenden drei Wochen wurden die Schmerzen immer stärker, bis ich schließlich in Botucatu (in der Provinz São Paulo) ins Krankenhaus ging. Dort wurde ich nicht untersucht, mir wurde auch auf Anfrage kein Neurologe empfohlen, und ich wurde einfach mit Medikamenten gegen Migräne nach Hause geschickt. Als ich zwei Tage später morgens aufwachte und zur Uni wollte, bemerkte ich, dass ich mein linkes Bein nicht mehr richtig spürte. Mit ein bisschen Anstrengung schaffte ich es trotzdem aus dem Bett. Beim Zähneputzen merkte ich, dass sich auch meine rechte Hand komisch anfühlte. Ich versuchte mich anzuziehen, aber ohne Erfolg. Ich fühlte mich so kraftlos, dass ich beschloss, nicht zur Uni zu gehen und abzuwarten, bis es mir besser ging. Doch das trat nicht ein. Nach ein paar Minuten versuchte ich, mit meinem Handy zu telefonieren, aber es fiel mir richtig schwer. Ich starrte nur den Bildschirm an, als hätte ich vergessen, wie ein Telefon funktioniert. Ich legte mein Telefon zur Seite und wollte auf die Toilette gehen. Doch auch hier: Ich wusste nicht, was ich tun sollte, starrte einfach nur die Tür an. Wie war das möglich?

 

Dann wurde mein Blick verschwommen. Ich konnte nichts mehr allein tun, konnte keinen einzigen Gedanken fassen. Meine Mitbewohner kamen mir zur Hilfe. Sie halfen mir auf die Toilette, telefonierten für mich und halfen mir beim Essen. Vor allem beruhigten sie mich so lange, bis meine Mutter kam. Meine Eltern entschieden schnell, sofort ins Krankenhaus zu fahren. Auf dem Weg verloren dann auch noch die Migränetabletten ihre Wirkung, und die Kopfschmerzen wurden unerträglich.

 

 

Im Krankenhaus wurden verschiedene Tests durchgeführt, und ich bekam drei verschiedene Schmerzmittel, die jedoch alle nicht halfen. Nach ein paar Stunden wurde ich hereingerufen, und die Ärzte erzählten mir, was das MRT ergeben hatte: Bei mir wurde eine Sinusthrombose festgestellt. Ich war geschockt, auch wenn ich noch nicht ganz verstand, was das eigentlich bedeutete. Die Ärzte fragten mich dann, ob ich die Pille nähme. Daraufhin sagte ich, dass ich sie seit fünf Jahren einnehme. Genau das könnte die Ursache sein, erklärten sie mir. Fünf lange Jahre – und kein Arzt hat mich je über das Risiko aufgeklärt. Dabei hatte ich mehrmals ausdrücklich nach Risiken gefragt. In meiner Familie gibt es bisher keine Vorbelastung mit Thrombose, ich rauche nicht, mein Blutbild sieht gut aus, es musste einfach die Pille sein.

 

Facebook / Juliana Pinatti Bardella