Als das junge Mädchen dies im Schwimmbad entdeckt, ist sie angeekelt.

Schnell lassen sich auch andere Fragen aufstellen: Sollen Babys, die ja jederzeit unkontrolliert ins Becken machen können, in Schwimmbädern auch verboten werden? Was ist mit alten oder mit jungen Männern, die manche Körperfunktionen auch nicht zurückhalten können?

 

Für Sophie ist diese Regel (ob bewusst oder nicht) sexistisch und frauenfeindlich.

 

Die Antwort des Fitnessstudios ist sehr nüchtern: „Diese Regel ist nicht sexistisch, sondern dient lediglich der Prävention.“ Es sei immer wieder vorgekommen, dass Tampons im Wasser getrieben hätten, was zu hohen Kosten geführt habe, wenn das Wasser ausgewechselt werden musste.

 

Facebook/Vake Swimming Pool And Fitness Club

 

Dabei sei das Gesundheitsrisiko minimal. Experten sagen, es sei „sehr unwahrscheinlich“, dass Blut in gechlortem Wasser eine Ansteckungsgefahr darstellt.

 

Sophie setzt sich nun dafür ein, dass das Schild entfernt wird. Doch sie stellt klar: „Ich will sie nicht nur der Aufmerksamkeit wegen an den Pranger stellen. Aber in unserer Gesellschaft ist Frauenfeindlichkeit so tief verankert, dass Menschen und Firmen oft unbewusst Fehler machen. Ihr wahres Gesicht zeigt sich, wenn sie damit konfrontiert werden.“

 

Frauen sollten sich nicht schämen oder dreckig fühlen. Das Risiko ist so gering, dass es zu vernachlässigen ist. Frauen sollen ruhig jeden Tag und immer, wenn sie Lust haben, schwimmen gehen und auch sonst jeder Aktivität nachgehen, auf die sie gerade Lust haben.