Als ihre Teenie-Tochter im Zug begrapscht wird, steckt die Mutter das an ihren Rucksack. So sollen in Japan Mädchen geschützt werden.

Als ihre Teenie-Tochter im Zug begrapscht wird, steckt die Mutter das an ihren Rucksack. So sollen in Japan Mädchen geschützt werden.

 

Mari Tonooka lebt in der japanischen Millionen-Metropole Tokio. Ihre Teenager-Tochter geht in die 10. Klasse und muss jeden Tag in der Rush-Hour mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule. Seit 2014 besucht sie die Highschool und wurde seitdem schon oft Opfer von Grabsch-Attacken im Zug.

Der Teenie ist ein ganz normales, eher unscheinbares Mädchen. Sie ist genau der schüchterne und verängstigte Typ, den sich die Männer für ihre Übergriffe auswählen, weil sie keinen Widerstand erwarten. Die junge Japanerin hat schon alles probiert, um den Übergriffen zu umgehen: Bahnen zu verschiedenen Zeiten zu nehmen, sich woanders im Zug hinstellen, sich von männlichen Klassenkameraden begleiten lassen – doch nichts hat wirklich geholfen. Sie weigerte sich darüber zu sprechen und kam abends oft weinend nach Hause.