Als sie den Käfig öffnen, pinkelt der verstörte Welpe vor Angst. 6 Jahre später ist er tollkühner als jeder Feuerwehrmann.

Als sie den Käfig öffnen, pinkelt der verstörte Welpe vor Angst. 6 Jahre später ist er tollkühner als jeder Feuerwehrmann.

 

Der Rüde Yumenosuke fliegt in einem Helikopter in die japanische Stadt Kumamoto, die diesen Monat durch ein starkes Erdbeben erschüttert worden ist. Er ist ein Rettungshund, und das Aufspüren von Überlebenden unter den Trümmern ist sein Job. Am Abend unmittelbar nach dem Beben wird er für die Bergungsaktion aus Hiroshima eingeflogen. Yumenosuke rettet Menschenleben, aber seine eigene Überlebensgeschichte begann, als er als Welpe ausgesetzt und in ein Tierheim gebracht wurde.

 

Youtube/PeaceWindsJapan

 

Peace Winds Japan (PWJ), eine Organisation für humanitäre Hilfe und Tierschutz, entdeckte Yumenosuke im November 2010 in einem Tierheim in Hiroshima. Im Rahmen einer Initiative zur Rettung von Straßenhunden vor dem Einschläfern fanden die Mitarbeiter den 4 Monate alten Welpen zusammengekauert und zitternd in einem kleinen Käfig.

 

Youtube/PeaceWindsJapan

 

Yumenosuke sollte mit Kohlendioxid eingeschläfert werden – eine gängige Praxis in japanischen Tierheimen – , aber die Durchführung hatte sich kurzfristig verzögert, weil an jenem Tag die Vergasungs-Einrichtung überfüllt war. Als die Mitarbeiter ihn aus dem Käfig holten, zitterte und pinkelte der Welpe vor Angst. Fast wäre er einer der ca. 128.000 Hunde geworden, die in Japan jährlich eingeschläfert werden.

 

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PWJ adoptierte Yumenosuke zusammen mit anderen Welpen für ein Ausbildungsprogramm für Spür- und Rettungshunde – ein Projekt, das zeigen soll, welches Potential in den Hunden steckt, die täglich eingeschläfert werden. Da er vor der Vergasungs-Einrichtung gerettet wurde, die man in Japan gemeinhin “Traum-Schachtel” (jap. Yume= Traum) nennt, taufte man ihn Yumenosuke. Trotz des verheißungsvollen Namens war er stark traumatisiert und misstrauisch. Er hatte Angst vor Menschen und wollte anfangs kaum aus dem Käfig kommen. Es dauerte ein Jahr, bis die Trainer sein Vertrauen erlangten.

 

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