Bei 2:06 bricht der Mann über dem Klavier zusammen. Der Grund bewegt die ganze Welt!

Bei 2:06 bricht der Mann über dem Klavier zusammen. Der Grund bewegt die ganze Welt!

 

Der deutsche Pianist Davide Martello sitzt am Freitag Abend gerade in einen Pub, um sich wie Millionen andere Menschen das Fußballspiel Deutschland gegen Frankreich anzuschauen. Und wie viele Millionen sieht er live, wie die Explosionen ringsum das Stadion die unfassbaren Bluttaten in Paris einleiten, die die Welt bis jetzt in Schockstarre halten. Eigentlich hätte er am Samstag ein Konzert in Konstanz. Doch er packt kurzerhand sein Klavier ein und fährt über 700 Kilometer zu dem Ort, an dem bei den Anschlägen vom 13. November 89 Menschen ermordet wurden – der Bataclan-Konzerthalle.

“Sorry Konstanz, ich kann heute nicht. Ich muss nach Paris!”, entschuldigt sich Davide Martello um 4 Uhr morgens bei seinen Fans auf Twitter. Denn der Pianist möchte seinen Beitrag für die traumatisierte Stadt leisten. “Ich wusste einfach, ich muss etwas tun”, sagt der Pianist. “Ich wollte dort sein und versuchen zu trösten und um ein Zeichen des Friedens zu setzen.” Mitten an den Ort des Schreckens und inmitten einer Gemeinde von Trauernden stellt er seinen Flügel auf und spielt John Lennons Friedenshymne “Imagine”.