Das Foto des ertrunkenen Aylan ging um die Welt. Jetzt meldet sich sein Vater zu Wort. 8000 Euro hat er den Schleppern für die Fahrt übers Mittelmeer bezahlt, die für seine Familie tödlich endete.

Das Foto des ertrunkenen Aylan ging um die Welt. Jetzt meldet sich sein Vater zu Wort. 8000 Euro hat er den Schleppern für die Fahrt übers Mittelmeer bezahlt, die für seine Familie tödlich endete.

 

Über 8000 Euro bezahlte die Familie, um von der türkischen Küste zur griechischen Insel Kos überzusetzen. Es herrschte starker Wellengang und die Fahrt endete in einer Katastrophe. Das Boot kenterte. Die zwei Kinder und die Mutter ertranken im Meer. Auf dem Sandstrand der türkischen Halbinsel Bodrum wurde die Leiche des ertrunkenen Aylan angespült. Das Foto des toten Kindes ging um die Welt und wurde zum Symbol für die Flüchtlingskatastrophe. Vater Abdullah Kurdi sagte im Interview mit dem französischen Tagesblatt Journal du Dimanche: „Vor meinen eigenen Augen ertranken nacheinander meine Liebsten, erst mein älterer Sohn, dann der Kleine und am Ende meine Frau. Ich konnte sie nicht mehr über der Wasseroberfläche halten. Danach habe ich noch drei Stunden auf die Wasserrettung gewartet. Ursprünglich wollten wir nach Kanada, da wir dort Verwandte haben, doch wir bekamen keine Einreisegenehmigung. Wegen meiner Kinder wollten wir flüchten und jetzt habe ich nichts. Wenn ich die ganze Welt geschenkt bekäme, was würde mir das nützen? Ich habe nichts mehr.“

hvg.hu

#1 Das Foto des ertrunkenen Aylan löste im Internet und in der Presse eine Welle des Zorns aus. Als das Boot kenterte, ertrank zuerst der fünfjährige Galip, fünf Minuten später versuchte der Vater den 3 Jahre alten Aylan zu retten, doch der Junge war am Ende seiner Kräfte. Auch die Mutter überlebte nicht. Die anderen Insassen des Bootes schafften es die Küstenwache  auf sich aufmerksam zu machen.

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Foto: bild.de

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Foto: AFP / Dogan News Agency