Das Leben an der Seite eines Henkers!

Das Leben an der Seite eines Henkers!

 

Aussterbender Traumberuf mit Galgenfrist.

Der Beruf eines Henkers ist eine der aufregendsten, ekelhaftesten und abwechslungsreichsten Tätigkeiten überhaupt, denn nirgendwo gibt es mehr zu erzählen, als bei einem Diener des Todes. Im Mittelalter galten Henker als unreine sowie unehrliche vermummte mysteriöse Gestalten, die von der gewöhnlichen Bevölkerung geächtet, gehasst und gemieden wurden. Der Umgang mit einem Henker stellte für das gewöhnliche Volk im Mittelalter ein absolutes tabu dar, denn keiner möchte mit einer solchen Person auch nur annähernd etwas zu tun haben. Selbst der Erwerb von Grund und Boden blieb einem Henker verwehrt – ebenso die Ausübung eines städtischen Amtes. Auch Nachkommen waren von diesen harten Regelungen betroffen, da dieser Status auf sie übertragen wurde, was letztendlich nichts anderes bedeutete, als das diese Diffamierung von Generation zu Generation weitergereicht wurde. Doch wie lebt es sich an der Seite eines Henkers? Kann sich eine Frau überhaupt mit dem Beruf ihres Mannes, welcher als Henker nicht nur Köpfe rollen ließ, identifizieren? Wie kommt ein Mensch eigentlich dazu den Beruf eines Henkers ausüben zu wollen oder wurden diese sogenannten Scharfrichter letztendlich gar dazu gezwungen? Folgen Sie uns in eine mysteriöse Welt der Henker, welche vom Mittelalter bis in die heutige Gegenwart einfach unglaubliche Fakten zum Vorschein bringt und für so manche Gänsehaut garantieren wird.

Henker sind letztendlich auch nur Menschen, denn anders, als es ihr Ruf mit sich bringt, verbergen sich hinter den Masken weder geborene Sadisten oder Mörder, sondern Personen wie wir alle. Das kann doch nicht sein, werden sich jetzt einige von Ihnen fragen, denn wer bitte schön entscheidet sich freiwillig für einen Beruf, welcher eher Sadisten, Perverslingen oder Mördern vorbehalten sein sollte? Wie bei so vielen Dingen auch werden Henker nicht einfach geboren, um letztendlich als Scharfrichter unzählige Köpfe rollen zu lassen, sondern dazu gezwungen, diese Tätigkeit auszuüben. Sicherlich werden einige Freiwillige unter den gefürchteten Scharfrichtern gewesen sein, was aber viel mehr die Ausnahme sein dürfte, denn vorwiegend wurden diese Tätigkeiten von Sklaven, Legionären oder Außenseitern der Gesellschaft ausgeübt. Insbesondere das Mittelalter stellte ein regelrechtes Mekka für Scharfrichter dar, denn Hexenverbrennungen, Folterkammern sowie öffentliche Hinrichtungen auf dem Marktplatz prägten den gewöhnlichen Alltag eines Henkers. Dabei wurde diese Aufgabe in aller Regel an den Sohn weiter vererbt, den Söhnen eines Scharfrichters blieb letztendlich kein anderer Ausweg, als seinen Lebensunterhalt ebenfalls mit der Ausübung dieses merkwürdigen Berufes zu sichern.