Der 63-Jährige gräbt die Leiche aus dem Schnee. 14 Jahre später ist er das 7. Opfer des Ötzi-Mumienfluchs!

Nur eine Stunde nach dem Begräbnis Helmut Simons, stirbt Dieter Warnecke, der 45-jährige Leiter des Bergrettungsteams für den Touristen, an einem Herzinfarkt. Im April darauf wird der Tod des Archäologen Konrad Spindler bekannt gegeben, der an Multipler Sklerose gelitten hatte. Der Deutsche war der Erste gewesen, der die Gletschermumie untersucht und deren Alter einordnet hatte. Auch der österreichische Reporter Rainer Hölzl, der gesamte Ausgrabung auf Film gebannt hatte, erliegt 2004 mit 47 Jahren einem Hirntumor.

 

Spindlers Mitarbeiter Rainer Henn stirbt bereits im Jahr 1992 mit 64 Jahren bei einem Autounfall – als er auf dem Weg zu einem Vortrag ist, den er über Ötzi halten wollte. Kurt Fritz, der 52-jährige erfahrene Bergsteiger, der den Archäologen Henn damals zum Fundort ins Ötztal geleitet hatte, kommt jedoch im Jahr 2005 bei einem Lawinenunglück ums Leben. Im Januar 2005 erwacht der österreichische Professor Friedrich Tiefenbrunner nach einem Routineeingriff nicht mehr zum Leben. Als Kollege von Konrad Spindler hatte er eine Methode gefunden, die Mumie vor weiterem Verfall zu schützen – wonach sie auch öffentlich ausgestellt werden konnte.

Liegt auf der Mumie wirklich ein Fluch, der all diese Menschen dahingerafft hat, um sich für die gestörte Totenruhe zu rächen? Archäologe Tom Loy, der von den vorausgehenden Todesfällen der Beteiligten wusste, glaubte selbst nur an einen Zufall. “Ich glaube nicht an einen Fluch”, soll er vor seinem Tod gesagt haben. “Das ist nur Aberglaube. Menschen sterben.”