Die 35-Jährige fotografiert ihren 11-jährigen Freund auf ihrem Bett. Was sie jeden Montag macht, ist wunderschön.

Die 35-Jährige fotografiert ihren 11-jährigen Freund auf ihrem Bett. Was sie jeden Montag macht, ist wunderschön.

 

Laura Schroff ist 35 Jahre alt, frisch geschieden und eine erfolgreiche Verlagsangestellte. An diesem Tag, dem 1. September 1986, möchte sie mit einer Freundin zu den US Open, einem großen Tennisturnier, gehen. Die beiden Frauen haben teure Tickets gekauft und freuen sich schon auf die Veranstaltung.

Doch das Wetter macht nicht mit: Der Tag beginnt mit Dauerregen und das ändert sich auch nicht, weswegen die Tickets verfallen. Die Enttäuschung ist groß, besonders da sich Laura so sehr auf diesen Tag gefreut hat. Noch dazu waren die Tickets schwer zu bekommen – darüber ärgert sich Laura am meisten.

Die New Yorkerin beschließt, zurück in Richtung Broadway zu laufen und geht die 56. Straße hinab. An einer Ecke, ganz nahe ihrer Wohnung, trifft sie einen elfjährigen, schwarzen Jungen mit zerrissener Hose und schmutzigem Oberteil. Er streckt der damals 35-Jährigen die Hand entgegen: „Entschuldigen Sie, Lady, aber haben Sie etwas Kleingeld für mich? Ich habe Hunger.“

Schroff lässt sie den kleinen, bettelnden Jungen mit einem scharfen „Nein“ abblitzen und lässt ihn einfach stehen. Doch der Satz ,Ich habe Hunger‘ ging mir nicht mehr aus dem Kopf“, sagt Schroff. Ihre Schritte werden langsamer und schließlich dreht sie um.

Sie geht zurück und sagt, dass sie ihm kein Geld geben wird. Aber wenn er Hunger habe, würde sie mit ihm zu McDonald’s gehen. Der Junge nimmt die Einladung begeistert an, denn er hat sich schon seit Tagen nicht mehr richtig satt gegessen. „Er fragte ganz bescheiden, ob er einen Big Mac, Pommes und einen großen Schokoladen-Milchshake haben könne“, erzählt Schroff von ihrem gemeinsamen Essen.