Diese 17-jährige Katze wartet im Käfig auf den Tod. Der herzlose Besitzer bekommt DAS.

“An den anonymen (Un)Menschen,

Sie haben sich also entschieden, in eine Wohnung zu ziehen, in der Haustiere verboten sind (was Vermieter in Toronto übrigens gar nicht dürfen!). Keine Ahnung, was Sie dazu bewogen hat. Vielleicht eine neue Beziehung? Oder die tolle Aussicht? Womöglich der edle Parkettboden? Wie auch immer. Jedenfalls war Ihnen etwas wichtiger als Ihre treue Begleiterin – die Katze. Also brachten Sie sie mitsamt dem netten rosa Halsband ins Tierheim. Auf die Einlieferungskarte schrieben Sie dann: “Sehr gut in Schuss für ihr Alter. Keine Anpassungsprobleme. Mag es, in der Sonne zu dösen.” Sogar ihr genaues Geburtsdatum stand darunter – wahrscheinlich haben Sie sie also von Anfang an. Dann sind Sie einfach gegangen. Im sicheren Gefühl, dass sich schon irgendjemand um Ihre 17 Jahre alte Katze kümmern wird. Die Leute vom Heim fotografierten noch rasch das verstörte Katzengesicht mit den großen Augen und stellten es ins Internet.

Zwei Wochen ist das jetzt her. Und zwei Wochen lang sah ich das Bild und habe gehofft, dass jemand die Angst darin erkennt und sich der Katze annimmt. Doch weit gefehlt. Sie saß in ihrem Käfig und bekam Vitamin-B-Spritzen und Medikamente verpasst. Der Pfleger schrieb “DEPRESSIV” auf die Karte. Kein Wunder! Wer würde nicht depressiv werden, wenn aus “in der Sonne dösen” plötzlich ein Metallkäfig mit einer dünnen Schicht Zeitung wird.

Doch heute konnte ich das alles nicht mehr ertragen. Inzwischen hatte sogar ICH Schuldgefühle bei dem Gedanken, dass das arme alte Tier in dem Käfig vor sich hinvegetiert. Also fuhr ich zu ihr und holte sie dort raus. Und jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, liegt sie eingerollt auf einer Babydecke in meinem Schlafzimmer. Immer wenn ich zu ihr gehe, schmeichelt sie mit ihrem Köpfchen an meiner Hand.

Heute habe ich also buchstäblich die Suppe ausgelöffelt, die SIE eingebrockt haben. Ich fühlte mich für IHRE Katze verantwortlich. Und hatte mehr Mitleid, als SIE! Leider passiert so etwas überall auf der Welt. Viel zu oft. Andere Tierfreunde müssen Hunde, Katzen, Hamster, Vögel und so weiter retten, weil sie von Menschen wie ihnen verstoßen wurden. Und dann schießen mir diese Fragen durch den Kopf: Wie kann man nur so herzlos sein? Was haben sie an der Stelle, wo normale Menschen ein Gewissen haben? Und an Sie persönlich: Wie kann man ein Tier verstoßen, mit dem man die letzten 15 Jahre Seite an Seite gelebt hat und das jetzt vermutlich einsam sterben wird?

Ich werde wohl niemals die Gelegenheit haben, Ihnen diese Fragen persönlich zu stellen. Von Angesicht zu Angesicht. Alles was ich hoffe ist, dass ich ganz schnell einen sonnigen Platz zum Dösen für Ihre Katze finde. Damit sie den Rest ihres Lebens genießen kann, wie lange das auch immer sein mag. Denn dies ist das Mindeste, was das gute Tier verdient hat. Und es ist eine Schande, die zum Himmel stinkt, dass Ihnen das alles so dermaßen am Ar*** vorbeigeht!”

flickr/isghoul

Diesen Worten ist nichts mehr hinzuzufügen. Teile sie daher auch mit allen, die ein Herz für Tiere haben!