Dieser Vater sieht die Leiche seiner Frau und postet DAS auf Facebook. Seine Nachricht gibt Hoffnung für alle Trauernden.

Dieser Vater sieht die Leiche seiner Frau und postet DAS auf Facebook. Seine Nachricht gibt Hoffnung für alle Trauernden.

 

Antoine Leiris ist ein Französischer Journalist. Er lebt glücklich und zufrieden mit seiner Frau, die er seit 12 Jahren von Herzen liebt. Vor 17 Monaten haben die beiden eine Familie gegründet und wurden Eltern eines kleinen Jungens, Melvil. Doch die ISIS-Terroristen setzten dem Glück der kleinen Familie ein gewaltvolles Ende, durch die schrecklichen Attentate am Freitag, den 13. November.

Antoines geliebte Gattin wird im Konzertsaal Bataclan ermordet. Antoine ist der Liebe seines Lebens beraubt worden und muss von nun an den gemeinsamen Sohn alleine großziehen. Am Montag, den 16. November sah er zum letzten Mal den toten Körper seiner Frau. Kurz darauf entschließt er sich, diese ergreifende Nachricht zu veröffentlichen.

„Ihr werdet mich nicht mit Hass erfüllen.

Freitagnacht habt ihr das Leben eines bemerkenswerten Wesens gestohlen, der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Sohnes, aber ihr werdet mich nicht mit Hass erfüllen.

Ich weiß nicht, wer ihr seid und ich will es auch nicht wissen – ihr seid tote Seelen. Wenn dieser Gott, für den ihr wahllos mordet, uns nach seinem Abbild erschaffen hat, dann ist jede Kugel im Körper meiner Frau eine Wunde in seinem Herzen.
Also, nein. Ich werde euch das Geschenk, euch zu hassen, nicht machen. Ihr habt darum gebeten, doch auf Hass mit Zorn zu reagieren, würde dieselbe Ignoranz erzeugen, die euch zu dem gemacht hat, was ihr seid.

Ihr wollt, dass ich Angst habe, ihr wollt, dass ich meinen Mitmenschen mit Misstrauen begegne, dass ich meine Freiheit für die Sicherheit opfere. Ihr habt verloren.

Ich habe sie heute Morgen gesehen. Endlich, nach vielen Nächten und Tagen des Wartens. Sie war genauso schön, wie sie mich Freitagabend verlassen hatte, genauso schön wie vor 12 Jahren, als ich mich hoffnungslos in sie verliebte. Natürlich bin ich verzweifelt vor Trauer, ich gebe diesen kleinen Sieg zu, aber es wird nur kurz andauern. Ich weiß, dass sie uns jeden Tag begleiten wird und ich weiß, dass wir uns wiedersehen, in dem Paradies der freien Seelen, zu dem ihr niemals Zugang haben werdet.

Wir sind zu zweit, mein Sohn und ich, aber wir sind stärker als die Armeen dieser Welt.
Ich habe keine weitere Zeit an euch zu verschwenden, ich muss zu Melvill, der gleich aus seinem Nickerchen erwacht. Er ist gerade einmal 17 Monate alt. Er wird wie immer seine Mahlzeiten essen und dann werden wir wie immer spielen und sein ganzes Leben lang wird dieser kleine Junge eine Bedrohung für euch sein, weil er glücklich und frei ist.
Denn, nein. Ihr werdet auch ihn nicht mit Hass erfüllen.“