Ein 13-jähriger Junge wird zu lebenslänglich verurteilt. Was er dieser Frau angetan, jagt mir einen kalten Schauer über den Rücken.

Gnade: Frau hilft Mann aus dem Gefängnis, der sie angeschossen hat.

Wir schreiben das Jahr 1990: Debbie Bairgrie lebt mit ihrer Familie im amerikanischen Tampa im südlichen Bundesstaat Florida. Sie hat vor Kurzem ihr zweites Kind auf die Welt gebracht und ist nach langer Zeit zum ersten Mal wieder abends mit Freundinnen unterwegs. Sie ist glücklich und freut sich auf ein gemütliches Beisammensein. Damals ahnt sie nicht, dass dieser Abend ihr ganzes Leben verändern wird…

Sie ist, nachdem sie sich von ihren Freundinnen verabschiedet hat, auf dem Heimweg, als sich von hinten plötzlich eine finstere Gestalt nähert und „Hände hoch!“ schreit. Debbie dreht sich erschrocken um und blickt in den Lauf einer Pistole. Noch bevor die junge Frau Zeit zum Reagieren hat, drückt die Gestalt den Abzug. Eine Kugel reißt ein Loch in ihren Kiefer, zertrümmert dabei ihre unteren Zähne und zerfetzt ihre Zunge. Danach erinnert sich Debbie nur noch verschwommen an Details.

Sie wird sofort in die Notaufnahme gebracht, wo klar wird, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes nur ein paar Zentimeter am Tod vorbeigeschrammt ist. Drei Tage später – Debbie liegt noch im Krankenhaus – wird der Täter gefasst. Sein Name: Ian Manuel. Er wird für eine Reihe verschiedener Verbrechen verhaftet und gibt schnell zu, Debbie angeschossen zu haben. Zunächst ist Debbie froh, dass ihr Angreifer gefasst wurde, doch dann ist sie geschockt. Denn Ian ist gerade einmal 13 Jahre alt. Debbie ist fassungslos. Wie kann ein Kind solch eine brutale Tat begehen? Wie kann ein Kind einfach so ihr Leben ruinieren?