Einfach so nimmt der elegante Mann dem blinden Bettler das Schild weg und schreibt etwas anderes darauf. Plötzlich sind die Leute mehr als großzügig.

Der blinde Junge bettelt, als ein Mann ihm das Schild bemalt.

Mitten in einer ganz gewöhnlichen Fußgängerzone sitzt an einem Samstagvormittag ein junger Mann vor einem geschlossenen Geschäft und bittet die Passanten um Geld. Er ist vielleicht Anfang 20, mit schmalen Schultern und breitgetretenen Schuhen. Seine Kleidung hat schon bessere Zeiten gesehen, und er sitzt mit nach vorne gebeugten Schultern auf dem Boden.

Vor ihm auf dem Boden liegt eine kleine Schale, in der Hand hält er ein Schild mit der Aufschrift: „Ich bin blind, bitte helfen Sie.“ In der Schale selbst liegen bisher nur ein paar wenige Münzen. Da nähert sich ein Mann. Er trägt eine gut sitzende Anzugjacke aus elegantem, schwarzem Stoff. Zu seiner schwarzen Hose trägt er ein weißes Hemd mit offenem Kragen und Schuhe aus Leder. Auf Höhe des Bettlers angekommen, bleibt er kurz stehen, greift in seine Hosentasche und wirft ein paar Münzen in die Schale.