Er schreibt mit Blut seine letzten Worte in den Schnee. Denn was ihm zugestoßen ist, ist eine Warnung für alle.

Er schreibt mit Blut seine letzten Worte in den Schnee. Denn was ihm zugestoßen ist, ist eine Warnung für alle.

 

Der 29-jährige Russe Alexey Koptyakov ist eigentlich ein freundlicher Mann und noch dazu ein ausgezeichneter Arzt, aber er hat ein sehr gefährliches Hobby: Die Jagd. Doch selbst er kann sich die schrecklichen Konsequenzen nicht ausmalen, die ihm sein Hobby bringen sollte.

ПроВолчанск.ru

 

Eines Herbsttages im November freut sich Alexey darauf, mit seinem Lieblingshund auf die Jagd zu gehen. Da viel Schnee gefallen ist, möchte der enthusiastische, junge Jäger einige Hasen anhand ihrer Spuren im Schnee aufstöbern.

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Aber in einer unerwarteten Laune des Schicksals trifft Alexey ein ganz anderes Tier, das wider Erwarten noch nicht in den Winterschlaf gefallen ist. „Ich habe aufgeblickt und einen Bären gesehen. Ich habe versucht, zu schießen, aber meine Waffe hat Schnee im Lauf gehabt“, erzählt der noch immer verängstigte Alexey. „Plötzlich hat der Bär mich angesprungen. Ich habe mit meiner Waffe nach ihm geschlagen, aber nichts hat geholfen. Er stürzte sich weiterhin auf mich und verletzte mich mit seinen Klauen und hat mich gebissen.“

Flickr/Tambako The Jaguar

 

„Ich habe gehört, wie meine Knochen gebrochen sind. Es fühlte sich wie eine halbe Ewigkeit an, als er mich gebissen hat. Ich habe gespürt, dass ich nicht überleben würde und so habe ich meinen Tod akzeptiert. Da habe ich mich an meine Familie erinnert und habe versucht, mit meinem blutigen Finger etwas in den Schnee zu schreiben: ‚Mama und Papa, bitte vergebt mir, ich liebe euch‘. Ich habe gehofft, dass, wenn jemand mich findet, dann würden sie meinen Eltern meine Nachricht überbringen. Doch in diesem Moment hat der Bär mit seinem Angriff aufgehört. Wir waren ungefähr 300 Meter von der Autobahn entfernt, daher muss ihn etwas erschreckt haben und er ist zurück in den Wald gelaufen. Ich habe mein Gesicht berührt – mein Kinn war irgendwo auf meiner Brust und hing da einfach, Knochen kamen aus meinem Körper heraus. Wahrscheinlich noch im Schockzustand fühlte ich keinen Schmerz. Ich konnte nichts sehen, alles vor meinen Augen war rot.“

Youtube/Sanya Yaroy