Etwas lauerte unter ihren Füßen und verschlang ihr Pferd. Stundenlang kämpfte es um sein Leben.

Etwas lauerte unter ihren Füßen und verschlang ihr Pferd. Stundenlang kämpfte es um sein Leben.

 

Jeder, der schon einmal am Meer war, weiß, dass die See trügerisch sein kann. Nicht nur, weil man Ebbe und Flut unterschätzt und leicht ertrinken kann, wenn man zu weit hinaus ins Watt geht- Der Untergrund kann trügerisch sein: Das Watt kann Mensch und Tier verschlucken und die Flut sorgt für einen langsamen und grausamen Tod durch Ertrinken.

Genau das ist dem Pferd Astro geschehen. Unbedarft hat seine Besitzerin einen fröhlichen Sonntagsausritt gewagt und ist dann zu weit ins Watt gewandert: Zwei falsche Pferdeschritte in die falsche Richtung und sofort verwandelt sich der feste Untergrund in eine morastige Todesfalle. Während es seiner Besitzerin Nicole Graham, ihrer Tochter und deren Pferd gerade noch gelang, der tödlichen Falle zu entkommen, tappte Astro geradewegs in die heimtückische Tief

Astro versank bis zum Hals und drohte zu ersticken! Graham verbrachte drei Stunden damit, sich verzweifelt an seinen Hals zu klammern, damit das immer mehr in Panik geratene Pferd nicht versank, ruhig blieb und genug Luft bekam.

Es versuchte sich verzweifelt zu befreien und gegen den nassen Untergrund anzukämpfen, aber das Watt erwies sich als unerbittlicher Gegner. Astro drohte nun nicht nur zu ersticken, sondern auch zu verdursten und an Erschöpfung zu sterben. Seine Besitzerin musste verzweifelt zusehen, wie ihr armes Pferd immer hoffnungsloser wurde.

Schließlich erreichten Hilfskräfte das Geschehen und zogen Nicole aus dem Watt, die nicht von Astros Seite gewichen war und nun selbst drohte, zu versinken. Gemeinsam wurde fieberhaft überlegt, wie man den über 450 Kilogramm schweren Astro retten konnte. Nicole wich weiterhin nicht von seiner Seite, um ihn zu beruhigen, denn die vielen fremden Menschen ängstigten Astro.

Dehydration begann sich bei Astro bemerkbar zu machen, denn das Martyrium dauerte nun schon Stunden und es war unmöglich, ihn Wasser trinken zu lassen. Um Astro davon abzuhalten, weitere Kräfte zu verschwenden und noch weiter in Panik zu geraten, spritzte eine Tierärztin ihm ein Beruhigungsmittel.