Hilfe, ich habe Leichenfinger! Jeder 6. Bürger betroffen – 90 Prozent sind Frauen!

Hilfe, ich habe Leichenfinger! Jeder 6. Bürger betroffen – 90 Prozent sind Frauen!

 

Immer mehr Krankheitsfälle: Kribbeln Ihre Finger auch schon?

Es passiert ganz plötzlich: Erst verfärbt sich die Fingerkuppe weiß, dann die kompletten ersten beiden Gliedmaßen der Finger. Ein plötzliches Taubheitsgefühl oder kribbeln tritt ein. An der anderen Hand passiert das Gleiche.

„Was hast du denn gemacht?“, fragen Freunde völlig schockiert. „Deine Finger sehen ja aus wie abgestorben!“.

Daumen und Handflächen sind meistens nicht betroffen. Manchmal dauert der Gefäßkrampf nur wenige Minuten, manchmal löst er sich erst nach Stunden. Es ist eine Erkrankung, bei der es durch Kälte zu Verkrampfungen der kleinen Gefäße meist in den Händen und Füßen, aber auch in den Ohren oder der Nase kommt. Bei stillenden Frauen können sogar die Brustwarzen betroffen sein, während des Stillens verfärbt sich die jeweilige Brustwarze weiß. Ist dieser kurze Anfall vorbei, kehrt das Blut zurück und die Körperteile verfärben sich wieder in normale Hautfarbe.

Volkskrankheit: Jeder 6. Bundesbürger ist betroffen

Es handelt sich dabei um das Raynaud-Syndrom, benannt nach dem französischen Arzt Maurice Raynaud, der diese Symptome als erster ausführlich beschrieb. Laut der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (Gefäßmedizin) sind alleine in Deutschland bis zu 18 Prozent der Bevölkerung betroffen, fast 90 Prozent davon sind Frauen. In der Regel ist das Raynaud-Syndrom harmlos, es gibt aber 2 Formen dieser Krankheit. Eine davon, ist eine ernsthafte Erkrankung für den Menschen, hierbei kann es sogar zum Absterben von Gliedmaßen kommen.

Kalte Hände sind im Winter nichts Besonderes. Doch wenn die Finger nicht nur kalt, sondern auch taub und blutleer werden, könnte das Raynaud-Syndrom dahinter stecken, auch als Leichenfinger- oder Weißfingerkrankheit bekannt.