Hoffnungsvoll steht die 8-Jährige in der Apotheke. Was sie dort kaufen will, ist herzzerreißend.

Hoffnungsvoll steht die 8-Jährige in der Apotheke. Was sie dort kaufen will, ist herzzerreißend.

 

Manchmal geschehen Zufälle, die man sich nicht erklären kann. So auch die Geschichte von Tess, die ihrem kleinen Bruder ein Wunder kauft. Für nur einen Euro!

 

Tess ist eine aufgeweckte 8-Jährige, die zusammen mit ihrer Mutter, ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder Andrew in den USA lebt. Sie sind eine glückliche Familie, doch eines Tages hört Tess, wie ihre Eltern über ihren kleinen Bruder sprechen. Sie weiß, dass er sehr krank ist und dass ihre Eltern gar kein Geld mehr haben. Demnächst werden sie in ein winziges Apartment ziehen, da sich die Familie nicht gleichzeitig die Arztkosten und die Raten für das Haus leisten kann. Das Einzige, was ihren Bruder retten würde, ist eine sehr teure Operation. Tess bekommt mit, wie ihr Vater sagt, dass nur „ein Wunder Andrew noch retten kann.” Da fasst das Mädchen einen Plan.

 

Twitter/edawwgggg

 

Tess läuft in ihr Zimmer und sucht das Einmachglas mit ihrem Ersparten heraus. Sie leert das ganze Kleingeld aus und zählt es sorgfältig. Dann noch einmal und dann ein drittes Mal. Sie weiß, dass sie sich nicht verzählen darf. Dann packt sie die Münzen wieder ein und schleicht durch die Hintertür aus dem Haus, das Glas fest in der Hand.

 

Sie läuft 6 Straßenzüge lang, bis sie zu der Apotheke mit dem großen Indianer als Schild kommt. Geduldig wartet das kleine Mädchen, bis sie an der Reihe ist. Doch der Apotheker ist so sehr in sein Gespräch mit einem Mann vertieft, dass er Tess gar nicht wahrnimmt. Auch nicht, als sie mit den Füßen auf dem Boden schlurft. Auch, als sie sich so laut sie nur kann räuspert, passiert nichts. Erst, als sie schließlich eine Münze auf die Theke haut, schaut der Mann sie an.

 

Flickr/davidden

 

Genervt fragt er: „Und was willst du? Ich spreche gerade mit meinem Bruder, den ich seit Ewigkeiten nicht gesehen habe.” Tess antwortet ungerührt: „Mir geht es auch um meinen Bruder. Er ist sehr, sehr krank und ich möchte ein Wunder kaufen.” Der Apotheker versteht zuerst nicht, da erklärt Tess: „Mein Bruder heißt Andrew, und er hat irgendetwas Schlechtes, das in seinem Kopf wächst. Mein Papa sagt, dass nur ein Wunder ihn retten kann. Also wollte ich fragen, was ein Wunder kostet.”