In Windeln steht diese erwachsene Frau vor dem Spiegel und drückt den Auslöser. Doch ihre Worte gehen tief.

In Windeln steht diese erwachsene Frau vor dem Spiegel und drückt den Auslöser. Doch ihre Worte gehen tief.

 

Die Geburt eines Kindes kann man mit unzähligen blumigen Kuschelworten umschreiben, doch darüber hinaus bedeutet eine Geburt auch den wohl intensivsten Einschnitt im Leben einer Frau. Frauen, die eine Schwangerschaft und Geburt erlebt haben, sehen sich oft dem Zwang ausgesetzt, sofort in ihrer Rolle als perfekte, makellose Mutter aufblühen zu müssen. Deswegen hat sich die frischgebackene Mama Erica Andrews gerade einmal 24 Stunden nach der Geburt aus dem Bett gerappelt, um ganz besondere Worte und ein Bild mit der ganzen Welt zu teilen:

Facebook/Sakura Bloom

„So sieht man 24 Stunden nach der Geburt aus. Baby in der Schlinge. Haut an Haut. Erwachsenenwindeln. Und ein rosiges Schimmern. Mein Körper fühlt sich an, als wäre ich einen Marathon gelaufen und mein Herz ist weit geöffnet von der Reise gestern. Eine Geburt öffnet uns wie ein Erdbeben die Erde und ich bin immer noch im intimen, zerbrechlichen Schmerz dieser Öffnung. Ich fühle mich nackt. Emotional. Anders. Ich fühle mich, als wäre ich auf der gewellten Oberfläche des plätschernden Ozeans, der mich vor und zurück zwischen Glück, Dankbarkeit, Trauer und Verzweiflung wirft. Vor 24 Stunden hielt ich das Leben noch in mir und vor 23 Stunden brandete und verwandelte sich alles in mir, um dem Leben zu erlauben, aus mir zu strömen, in meine wartenden Hände. Die Leere in meinem Bauch betrübt mich mit einem Gefühl der Schwere, dass mich in die Realität krachen lässt, doch dann winselt dieses neue kleine Leben und sucht nach der Brust, und ich fühle mich wieder komplett. Ich verarbeite immer noch den wunderschönen Übergang, durch den meine gesamte Familie gerade reist, und ich bin voller Ehrfurcht vor der Stärke des Menschen, der Frauen und Mütter. Diese Zeit ist einfach ganz anders als alles andere.“