Nach und nach verwandelt sich der kleine Junge zu Stein. Seine Eltern können den Anblick kaum ertragen.

Nach und nach verwandelt sich der kleine Junge zu Stein. Seine Eltern können den Anblick kaum ertragen.

Als Ramesh Darij vor 11 Jahren in einem entlegenen Dorf in Nepal geboren wird, sind seine Eltern außer sich vor Freude. Damals ahnt noch niemand, was ihm und seiner Familie bevorsteht. Doch schon bald wird klar, dass er anders ist als die anderen Kinder. Denn Ramesh leidet an einer furchtbaren Krankheit, die ihn langsam zu Stein verwandelt!

15 Tage nach seiner Geburt bemerkt seine Mutter Nat Kumari die ersten Symptome. Rameshs Haut beginnt, sich großflächig abzuschälen und dicke Narben zu bilden: zuerst an den Armen, dann an den Beinen und schließlich am ganzen Körper. Seine Eltern gehen von Arzt zu Arzt, doch niemand kann ihnen helfen. So etwas hat noch niemand gesehen.

Erst nach Monaten finden die verzweifelten Eltern einen Arzt, der eine Diagnose stellen kann. Ramesh leidet an der seltenen Ichthyose. Diese Krankheit wird meist durch Gendefekte verursacht und äußert sich dadurch, dass die Haut sich ständig erneuert – bis zu siebenmal öfter als normal. In leichten Fällen ist die Haut nur sehr trocken und schuppig. In schweren Fällen wie bei Ramesh allerdings verdickt sich die Haut zunehmend, bildet krustige Hornschuppen und vernarbt so stark, dass sie sich immer mehr wie Stein anfühlt. Es gibt kein Heilmittel für die Krankheit, nur Methoden, die Symptome zu lindern. Das kostet allerdings Geld. Geld, das Rameshs Familie mit einem Monatseinkommen von 7.000 nepalesischen Rupien (ca. 60 €) nicht hat.