Plünderer stehlen der Mutter alle Kinder. Doch 1 Jahrzehnt später kann sie ihr Glück kaum fassen.

Plünderer stehlen der Mutter alle Kinder. Doch 1 Jahrzehnt später kann sie ihr Glück kaum fassen.

 

Deng Adut wird 1984 in einem sudanesischen Fischerdorf geboren, als die Welt für ihn noch heil war. Doch bereits mit 6 Jahren entreißt man ihn den schützenden Armen seiner Mutter. Deng wird von brutalen Soldaten entführt, die ohne Rücksicht ganze Landstriche von Kindern leerplündern, damit sie unter Zwang und Gewalt in ihren Reihen kämpfen.

 

„Ich hatte noch nicht einmal verstanden welche Freiheiten ich verlor“, erzählt Deng. In einem 33-tägigem Marsch zu Fuß, bringen sie ihn und hunderte anderer verlorener und verwirrter Kinder ins Nachbarland Äthopien. Die Kinder erhalten winzige Rationen Essen und schlafen auf der nackten Erde. Im Land angekommen, drückt man ihnen Waffen in die Hand und zwingt sie zum Töten. Täglich sehen Dengs Kinderaugen Dinge, die kein Mensch ertragen sollte.

Facebook/Deng Adut

Als sich eine Wunde bei ihm entzündet, beginnt eine monatelange Odyssee für ihn. Fliegenlarven nisten sich ein und fressen sein Fleisch. Darauf folgen Cholera, Ruhr und Unternährung. Täglich sieht er mit an wie das Krankenhaus, das mit primitiver Ausrüstung gar nicht den Namen verdient, gesäubert wird – von toten Kindern. Als er wieder kämpfen kann, wird er schon bald angeschoßen und hat Glück im Unglück. Deng findet seinen Bruder, der auch zum Kämpfen gezwungen wird, und beide fliehen aus dem Land. Unter Kornsäcken versteckt, reisen sie nach Kenia. Nach einem Jahr erhalten sie Asyl in Australien.

Facebook/Deng Adut