Rote Seen – Cranberry Ernte in Nordamerika

Rote Seen – Cranberry Ernte in Nordamerika

 

Die Erntezeit beginnt im Herbst

Jedes Jahr aufs Neue ist es ein Schauspiel, wenn sich in großen Teilen Nordamerikas rote Seen in der Landschaft bilden. Es ist die Zeit der Cranberry Ernte. Von Mitte September bis Anfang November ernten die Farmer die reifen Cranberries.

Vor der Ernte

Zunächst entwickeln sich an den bis zu zwei Meter langen, über den Boden rankenden Reben neue glänzende grüne Blätter. Ab Mitte Juni öffnen sich rosa-weiße Blüten. Nach drei bis sechs Wochen sind sie verblüht und es zeigen sich winzige, grüne Knoten, die im Laufe des Sommers zu Cranberries heranwachsen. Im September und Oktober erreichen sie ihre volle Reife und sobald die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen, entwickelt sich die leuchtend rote Farbe.

Im November färben sich die Blätter an den Sträuchern dunkelrot und es beginnt die Ruhephase, die bis zum nächsten Frühling andauert. Grundsätzlich sind die Pflanzen frostresistent. Sind die Winter jedoch sehr kalt, fluten die Farmer die Felder mit Wasser, um Frostschäden zu vermeiden. Steigen die Temperaturen wieder, werden die Felder trocken gelegt, da es die Cranberrypflanzen schlecht vertragen, längere Zeit im Wasser zu stehen.

Die Cranberry Trockenernte

Die Farmer setzen kleine Erntemaschinen ein, die Mähdreschern ähneln und mit rotierenden Rechen die Beeren direkt von den Stielen pflücken. Die Früchte fallen auf ein Förderband und werden in einem Behälter gesammelt. Handverlesen gelangen sie später als Frischfrüchte in den US-Handel oder sind für den Export bestimmt.

Der Bouncing Test:

Da Cranberries vier Luftkammern besitzen, springen frische, intakte Beeren hoch, wenn man sie fallen lässt. Dieser Eff ekt spielt bei der Qualitätskontrolle eine Rolle: Hüpfen die frisch geernteten Powerbeeren nicht auf dem Band der Sortiermaschine, werden sie aussortiert. So kommen nur die besten Früchte auf den Markt.