Schrauben, kleben, zementieren kannst du vergessen. So baust du dir ganz einfach ein Hochbeet!

Es gibt viele Arten, ein Hochbeet zu bauen, aber mit Zementziegeln geht es am einfachsten. Die gibt es in unterschiedlichen Formen und Größen im Baumarkt zu kaufen. Sie sind nicht gerade leicht vom Gewicht her, aber dafür sehr einfach zu verbauen. Und sobald sie einmal an Ort und Stelle sitzen, lassen sie sich auch von Wind und Wetter nichts anhaben. Außerdem kann man sich frei entscheiden, ob man die Beete noch ein Stockwerk höher baut. Und das Allerbeste: Ein solches Hochbeet lässt sich natürlich auch auf unfruchtbaren Böden oder betonierten Flächen anlegen.

imgur/smuvness

Und so kannst auch du dir im Frühling dann ganz einfach dein individuelles Hochbeet anlegen.

1. Die Planung: Welche Form und Höhe soll das Beet haben? Lass dich am besten im Baumarkt von den Ziegelvarianten inspirieren und überlege dir, was in deinen Garten passt. Es muss nämlich auch nicht immer eckig sein.

2. Das Fundament: Das ist der einzig knifflige Teil an der ganzen Sache. Denn jetzt ist es wichtig, dass die Ziegel alle möglichst eben zusammengestellt werden. Dabei hilft eine Wasserwaage und eine straff gespannte Schnur. Es empfiehlt sich, die Grasnarbe unter den Ziegeln zu entfernen, dann findet man leichter einen stabilen Stand. Hier können auch Sand und Kies zum Einsatz kommen, aber das ist optional. Auch Zement ist nicht erforderlich, außer du willst mit dem Beet besonders hoch hinaus. Falls du also mehr als zwei Lagen Ziegel geplant hast, solltest du hier vielleicht an Mörtel denken.

3. Der Untergrund: Den Boden auf der Innenseite legt man einfach mit altem Karton aus. Das hält zum einen Feuchtigkeit im Beet und zum anderen verhindert es, dass Unkrautsprösslinge aus dem Boden einfach von unten in das Beet wachsen.

4. Ziegel auffüllen: Dafür kann man alles mögliche verwenden, vom Bauschutt bis hin zu Kieselsteinen – oder man lässt es ganz. Der einzige Sinn davon ist nämlich, dass die Ziegel mehr Gewicht bekommen und das ganze Beet noch stabiler wird. Je nachdem, wie deins aussieht, ist das vielleicht nicht nötig.

5. Erde auffüllen: Welche Erde du hier verwendest, ist ganz deinem persönlichen Geschmack und deinen Plänen für die Bepflanzung überlassen. Achte aber darauf, lieber etwas mehr Erde hineinzufüllen, denn beim ersten Gießen wird sie ohnehin etwas kompakter werden. Ein kleiner Tipp: Wenn man vor dem Auffüllen ganz unten etwas altes Holz (Äste, etc.) ins Beet legt, sorgt das für einen zusätzlichen Feuchtigkeitsspeicher und über die Zeit hinweg auch für einen kleinen Komposteffekt.

6. Kosmetik: Hier kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Etwas Farbe? Fliesen oder Sitzbretter auf den Ziegeln? Oder willst du auch die Hohlräume der Ziegel bepflanzen? Alles ist möglich! Aber auch ohne Verschönerungsmaßnahmen hat das Hochbeet seinen Charme.

Fertig! Die frisch aufgeschüttete Erde ist superlocker und so schnell wird in einem Hochbeet niemand auf die Idee kommen, sie festzutreten. Das Unkraut hat es besonders schwer, aber du besonders leicht beim Pflanzen, Jäten und Ernten. Ganz egal, ob du Gemüse, Kräuter oder Blumen pflanzt: So macht die Gartenarbeit gleich doppelt Spaß!

facebook/triciclos apache