Seine Freundin sticht mit Nadeln in den zerfressenen Rücken. Danach ist es kaum noch aufzuhalten.

Seine Freundin sticht mit Nadeln in den zerfressenen Rücken. Danach ist es kaum noch aufzuhalten.

 

Li Lin aus Chengdu, China, hat ein schmerzhaftes Problem: Der 63-Jährige kann seine Schulter nicht bewegen, und das, obwohl er sonst sehr gelenkig ist. Der Grund dafür ist eine Schultersteife, auch „adhäsive Kapsulitis“ genannt. Als Behandlungsmethode wählt Lin eine traditionelle fernöstliche Heilkunst, die auch im Westen populär ist: Das Schröpfen. Für diese Therapie geht Lin nicht zu einem Physiotherapeuten, sondern in einen gewöhnlichen Massagesalon – ein Fehler wie sich herausstellen wird.

 

Beim Schröpfen werden gläserne Glocken erhitzt und auf die zu behandelnde Haut gesetzt. Das Erhitzen erzeugt einen Unterdruck, durch den sich die Schröpfgläser an der Haut festsaugen (wie auf dem unteren Bild zu sehen). Ähnlich wie bei anderen alternativen Therapieformen wie der Akupressur oder Akupunktur sollen dabei bestimmte Knotenpunkte stimuliert und der „Energiefluss“ (Chinesisch „Qi“) im Körper verbessert werden.

 

Flickr/Parker Knight