Sie beschimpfen die Katzen als Schädlinge. Doch als sie dies in ihrem Kot entdecken, ändert sich alles.

Sie beschimpfen die Katzen als Schädlinge. Doch als sie dies in ihrem Kot entdecken, ändert sich alles.

 

In Kennerkreisen ist er beinahe schon legendär: Kopi Luwak, der teuerste Kaffee der Welt. Er kommt aus Indonesien und kostet in Deutschland oft über 200 € pro Kilogramm. Das Besondere an diesem Kaffee ist dabei die Herstellung. Doch was genau macht das Getränk zu etwas so Teurem?

 

Flickr/oliverdodd

 

In Südostasien wird schon lange Kaffee angebaut. In Indonesien kam den Kaffeebauern jedoch ein ungewöhnliches Tier zu Hilfe: der sogenannte Fleckenmusang, eine nachtaktive Schleichkatze, die Insekten, Würmer und Früchte frisst. Und Kaffeebohnen! Die Luwaks (wie sie in der Landessprache genannt werden) schleichen sich nachts in die Kaffeeplantagen und vernaschen die Kaffeefrüchte. Aus diesem Grund waren die ca. 3-4 kg schweren Tiere lange als Schädlinge verschrieen.

 

Wikimedia/U/Krishnakumarvairassery

 

Doch eines Tages entdeckten die Kaffeebauern etwas Interessantes: Wenn die Musangs die Kaffeekirschen gefressen hatten, schieden sie die Kerne (also die Kaffeebohnen) beinahe komplett und unverdaut wieder aus. Als Farmer diese rösteten und zu Kaffee weiterverarbeiteten, bemerkten sie, dass dieser einen intensiven und leckeren Geschmack angenommen hatte. Durch die Enzyme im Magen der Tiere wird den Kaffeebohnen nämlich Säure entzogen, sodass der Kaffee sehr sanft wird und dabei gleichzeitig einen kräftigen, karamellähnlichen Geschmack annimmt. Da dieser Herstellungsprozess natürlich sehr aufwändig ist, wird der Kaffee dieser Art zum Luxusgut.

 

Flickr/tenz1225