Sie nennen ihn Turtle-Boy und wollen nicht mit ihm spielen. Aber der Junge bekommt sein Lachen zurück…

Sie nennen ihn Turtle-Boy und wollen nicht mit ihm spielen. Aber der Junge bekommt sein Lachen zurück…

 

Didier, der kleine Mann mit dem Schildkrötenrücken.

In einem kleinen Dorf in Kolumbien lebt der mittlerweile achtjährige Didier Montalvo. Von Geburt an leidet er unter einem so genannten Riesennävus: Ein großer Leberfleck bedeckt Dreiviertel seines Oberkörpers. Das Muttermal wiegt fünf Kilo und erinnert an einen Schildkröten-Panzer. Die abergläubischen Nachbarn grenzen den „Schildkrötenjungen“ aus. Sie glauben, dass er während einer Mondfinsternis geboren wurde und Unheil verbreitet. Didier und seine Familie müssen daher getrennt von der Dorfgemeinschaft leben.

Die Krankheit ist relativ selten und betrifft nur etwa eines von 20.000 Babys auf der ganzen Welt. Doch Mutter Luz sorgt sich vor allem um eines: Der an sich gutartige Riesennävus kann sich bösartig entwickeln. Die enormen Hautwucherung belasten den Jungen sehr, er muss jeden Tag den 5 Kilo mit sich rumtragen. Außerdem will sie ihren Sohn endlich taufen lassen, in die Schule schicken und ihm zu einem normalen, unbeschwerten Leben verhelfen. Eine risikoreiche, aufwändige Operation würde das ermöglichen, doch woher soll sie das nötige Geld nehmen? Schon in reichen Ländern sind auffällige Erkrankungen eine große Belastung. Weit schwieriger ist es für die Betroffenen in armen Regionen. Eine optimale Behandlung ist hier kaum zu bekommen oder unbezahlbar, hinzu kommt oft noch die Ausgrenzung durch unwissende Mitmenschen.

Doch als die ersten Medien und Internetzeitungen über diesen außergewöhnlichen Krankheitsfall berichten, schöpft die Familie neue Hoffnung. Menschen aus der ganzen Welt spenden für den Jungen. Aber die Krönung kommt noch: Ein internationales Ärzteteam will dem kleinen Didier helfen – und zwar völlig ohne Kosten!

Didier hat extreme Probleme im Alltag, er findet sich sogar hässlich! Der riesige Tumor stört ihn beim spielen, waschen und beim schlafen.

Der britische Chirurg Neil Bulstrode konnte Didier jedoch helfen, wieder ein normales Kinderleben zu führen. Der Arzt operierte den damals sechsjährigen Jungen in Kolumbien. Das internationale Ärzteteam bestand aus 6 Spezialisten und 3 Krankenschwestern. Alle arbeiteten ohne Lohn für den Jungen.