Sie stellt sich als Leihmutter zur Verfügung. Doch nach 21 Wochen flieht sie einen anderen Staat.

Sie stellt sich als Leihmutter zur Verfügung. Doch nach 21 Wochen flieht sie einen anderen Staat.

 

Die 30-jährige US-Amerikanerin Crystal Kelley lebt im Bundesstaat Pensilvania und ist glückliche Mutter von 2 Kindern. Doch als sie in der Zeitung liest, dass es Paare gibt, die keine Kinder bekommen können und auf Leihmütter angewiesen sind, möchte sie helfen. Sie meldet sich bei einem Vermittlungs-Institut an und wird in die Datenbank aufgenommen Kurz darauf meldet sich ein Ehepaar bei ihr. Sie erinnert sich an das erste Treffen: „Wir trafen uns bei mir in der Nähe, tranken Kaffee und es war ein sehr nettes Kennenlernen.” Sie entwickelt sofort Sympathie zu dem Paar. Doch sie weiß noch nicht, welche Wendung das Schicksal für sie bereit halten wird.

Youtube/Channel 7

 

„Sie waren sehr warmherzig. Der Vater spielte mit seinen Kindern (die auch schon über Leihmutterschaft zur Welt kamen) und es war klar, dass sie ein gutes Zuhause haben.” Schnell steht für Crystal fest: Sie wird für die beiden ein Kind austragen. Noch am gleichen Abend schreibt sie eine Bestätigungs-E-Mail an das Institut, dass die Leihmutterschaft betreuen wird. Acht Tage nach der Befruchtung steht fest: Crystal ist schwanger! Das Ehepaar und sie selbst freuen sich auf das Baby und stehen täglich im Kontakt: „Wir waren alle so aufgeregt, wollten wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird.” Nach 18 Wochen ist dann klar: Crystal trägt ein Mädchen in sich. Doch die Ärzte entdecken noch etwas anderes.

Youtube/Crystal Kelley

 

Bei einem Ultraschall erkennen die Ärzte, dass das kleine Mädchen einen Herzfehler hat, sie können außerdem den Magen nicht finden und der Embryo hat eine Gaumenspalte. „An diesem Punkt fiel alles auseinander. Die Mutter rief mich an und erklärte mir, dass sie mit ihrem Mann gesprochen habe. Sie wollten kein behindertes Kind in diese Welt bringen.” Für Crystal bricht eine Welt zusammen. Sie möchte das Kind auf jeden Fall austragen, komme was wolle.

Youtube/Crystal Kelley

 

Die Eltern haben sich entschieden, doch Crystal will dies nicht akzeptieren. Sie gibt das Baby nicht auf. Dies ist das letzte Mal, dass sie direkt mit den Eltern spricht. Danach kommuniziert sie nur noch mit ihrem Anwalt. Da ist sie 21 Wochen schwanger. Da Crystal weiß, dass man nach 24 Wochen keinen Schwangerschaftsabbruch mehr vornehmen darf, “flieht” sie kurzerhand in einen anderen Bundesstaat. In Michigan, wo sie jetzt lebt, hat sie als biologische Mutter zudem ein Anrecht auf ihr Baby, so dass es nicht in einem Heim oder einer Pflegefamilie landen wird.

Youtube/Crystal Kelley