Weil du diese Tricks nicht kennst, lässt du dich ausnutzen. Doch damit hat der Terror ein Ende.

Weil du diese Tricks nicht kennst, lässt du dich ausnutzen. Doch damit hat der Terror ein Ende.

 

 

Psychologische Manipulation ist, wenn eine Person jemanden benutzt, um zu bekommen, was er/sie möchte. Der Manipulierende erzeugt dabei absichtlich ein Ungleichgewicht der Machtverhältnisse und versucht dabei seinen Gegenüber einzuschüchtern, damit dieser tut, was der Manipulierende von ihm/ihr will. Preston Ni, Experte für Kommunikation und erfolgreicher Buchautor, nennt 8 einfache Möglichkeiten, manipulativen Menschen den Wind aus den Segeln zu nehmen, um zu vermeiden, dass sie es schaffen, jemanden für ihre Zwecke zu benutzen.

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1. Deine Grundrechte

Die wichtigsten Regeln, wenn du mit einem manipulativen Menschen zu tun hast, sind, deine eigenen Grundrechte zu kennen und zu erkennen, wenn jemand diese verletzt.

  • Du hast das Recht, mit Respekt behandelt zu werden
  • Du hast das Recht, deine Gefühle, Meinungen und Wünsche zu äußern
  • Du hast das Recht, deine eigenen Prioritäten zu setzen
  • Du hast das Recht, “NEIN” zu sagen, ohne dich dabei schuldig zu fühlen
  • Du hast das Recht, zu bekommen, was du dir erarbeitet hast
  • Du hast das Recht, eine andere Meinung als andere zu haben
  • Du hast das Recht, dich vor geistiger, oder körperlicher Bedrohung zu schützen
  • Du hast das Recht, dein eigenes Leben gesund und glücklich zu leben

Diese grundlegenden Rechte sollten deine Grenze darstellen und diese darf von anderen Personen nicht überschritten werden. Allerdings solltest du sie nutzen, um dich vor Manipulationen zu schützen und nicht, um andere zu verletzen oder zu demütigen! Unsere Gesellschaft ist voller Menschen, die diese Grenzen eines jeden Menschen nicht akzeptieren und andere benutzen, um zu bekommen, was sie wollen. Doch du hast die Macht darüber zu entscheiden, ob dich jemand benutzen kann oder nicht.

2. Abstand halten

Einen manipulativen Menschen auf den ersten Blick zu erkennen, ist schier unmöglich! Sie haben mehrere Gesichter, welche sie individuell an ihr Gegenüber anpassen können. Sie sind also fantastische Schauspieler. Beobachte ihn genau. Du wirst sehen, dass er mit der zurückhaltenden Praktikantin anders umgehen wird, als mit der selbstbewussten Empfangsdame im Foyer. Auch extreme Stimmungsschwankungen sind typisch für diese Art von Menschen. Eben noch war er/sie völlig hilflos, einen Moment später wird die Person extrem aggressiv. Wenn du ein solches Verhalten an jemandem in deiner Umgebung beobachten kannst, dann halte eine gesunde Distanz zu dieser Person. Ist es ein Arbeitskollege, dann spreche nur das Nötigste mit ihm und zeige dich ihm gegenüber stets uninteressiert. Sprich diese Person nicht auf ihr Verhalten an, oder stelle sie gar zur Rede, denn das wird nichts bringen. Die Gründe für chronische psychologische Manipulation sind sehr komplex und tief in der Psyche des Manipulierenden verankert. Es ist nicht deine Aufgabe sein Verhalten zu korrigieren, denn selbst Psychologen verzweifeln oft an ihnen.

3. Vermeide Selbstzweifel und Schuldeingeständnisse

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Die Masche des Manipulierenden ist es, nach deinen Schwächen zu suchen, denn wenn er oder sie, diese kennt, ist es leicht für ihn dich dort anzugreifen. Wenn er es geschafft hat, dich für seine Zwecke zu benutzen, darfst du dich deswegen nicht schlecht fühlen und die Schuld bei dir selbst suchen. Betrachte deine Beziehung zu dieser Person und stelle dir folgende Fragen:

  • Behandelt er/sie mich mit Respekt?
  • Sind die Erwartungen und Forderungen dieser Person an mich legitim?
  • Ist das, worum er/sie mich bittet für uns beide von Vorteil, oder nur für ihn/sie?
  • Fühle ich mich wohl in seiner/ihrer Gegenwart?

Wenn du dir diese Fragen beantwortet hast, wirst du wissen, mit was für einem Menschen du es hier zu tun hast.

4. Stell ihm skeptische Fragen

Zwangsläufig wird der Manipulierende dir Aufgaben erteilen wollen oder Forderungen an dich stellen. Sie brauchen diese Aufgabenverteilung erstens, um eine ungeliebte Aufgabe weitergeben zu können, weil sie diese nicht selbst machen wollen und zweitens, weil es ihnen erneut das Gefühl von Macht gibt. Getreu dem Motto: „Es wird gemacht, was ich sage!”. Diesen Menschen musst du die Stirn bieten, sie aus dem Konzept bringen. Aber Vorsicht, auch hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Stelle dieser Person ein paar kritische Fragen zu ihren Forderungen. Wie etwa …

  • Halten Sie das für richtig?
  • Finden Sie das fair, was Sie da von mir verlangen?
  • Was ist mit meinem Mitspracherecht?
  • Fragen Sie mich oder befehlen Sie mir gerade?
  • Und wo liegt mein Vorteil darin?
  • Erwarten Sie das tatsächlich von mir?

Wenn du solche Fragen stellst, bringst du den Manipulierenden damit in Erklärungsnot, denn die meisten sind diese Art von Gegenwehr nicht gewohnt und werden auch nicht auf deine Fragen vorbereitet sein. Andererseits gibt es auch die wirklich pathologischen Manipulativen, wie die Narzissten, die so selbstverliebt sind, dass sie an ihren eigenen Entscheidungen niemals zweifeln würden. In diesem Fall wird der Manipulierende deine Fragen abschmettern und auf die Umsetzung der Aufgabe, bzw. Forderung bestehen.

5. Nutze die Zeit zu deinem Vorteil

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