Zerfressen und abgemagert wartet dieses Baby auf den Tod. Doch was 119 Tage später passiert, ist ein Wunder.

Zerfressen und abgemagert wartet dieses Baby auf den Tod. Doch was 119 Tage später passiert, ist ein Wunder.

 

Stephanie Smith-Justus arbeitet in einem No-Kill Shelter in den Vereinigten Staaten. Das bedeutet, dass in ihrem Tierheim keine Hunde eingeschläfert werden dürfen, nur weil es keinen Platz hat. Dies ist lange nicht die Regel in den Vereinigten Staaten, denn vielen Hunden in amerikanischen Tierheimen droht der Tod nach 7 Tagen Aufenthalt, besonders, wenn die Chancen auf Adoption sehr gering sind. Im Mai 2015 bekommt Stephanie einen Anruf von einem besorgten Nachbarn. Er hat gerade einen Hund gesehen, dem es schlimmer nicht gehen kann, so beschreibt er und er weiß nicht, was er jetzt tun soll. Stephanie und ihr Mann reagieren sofort: Sie fahren zu der Stelle, wo der Nachbar den kleinen Hund gesehen hat. Doch selbst ihre jahrelange Erfahrung mit verwahrlosten Hunden bereitet sie nicht darauf vor, was sie zu Gesicht bekommen.

Obwohl sie stundenlang in dem Waldgebiet suchen, das ihnen beschrieben wurde, sind sie kurz davor aufzugeben. Doch dann entdecken sie die Fellnase doch. Der Hund liegt im Unkraut am Ende einer Straße. Als Stephanies Ehemann den Hund sieht, sagt er: „Stephanie, ich glaube nicht, dass er überleben wird.“

Facebook/Watkins- Buchanan County Humane Society

Als sie ihn näher ansehen, glauben beide, dass er mit heißem Wasser übergossen worden ist. Obwohl der Welpe erst 4 Monate alt ist, ist er mit dem schlimmsten Fall von Demidikose, einer schlimmen Hautkrankheit überzogen, den sie jemals gesehen haben. Wahrscheinlich hat er sich bei seiner Mama angesteckt. „Es war so schlimm“, erzählt Stephanie. „Stellen Sie sich einfach Verbrennungen zweiten Grades vor.“

Facebook/Watkins- Buchanan County Humane Society

Doch Stephanie und ihr Mann haben Glück im Unglück. Ein Tierarzt ist gerade in eine Straße in der Nähe gezogen und Stephanie nahm den kleinen Hund einfach hoch und rannte, so schnell sie konnte. „Ich hab noch nicht einmal geklopft“, sagte sie. „Ich bin einfach in die Praxis gestürzt.“ Die Tierärztin hat den Hund nur kurz angeschaut und wusste sofort: Die Sache sieht nicht gut aus. „Die Tierärztin sagte mir, dass der junge Hund am Sterben war.“

Facebook/Watkins- Buchanan County Humane Society

Doch Stephanie weigerte sich, das Bündel ohne Fell aufzugeben. Sie nannte ihn Watkins und brachte ihn sofort in eine größere Klinik. Doch dort wurde klar, dass seine Hautkrankheit eigentlich nur der Anfang war.

Jemand hatte das hilflose Tier auch noch mit einem Luftgewehr beschossen. Er wog gerade einmal 15 Kilo und war so unterernährt, dass sein Verdauungsapparat kollabiert war.

Facebook/Watkins- Buchanan County Humane Society