Zuerst halten es alle für die Plazenta. Doch als sie näher hinschauen, sehen sie das riesige Loch im Kopf des Babys.

Das Baby wird mit einem großen Loch im Kopf geboren.

Christie Puyk und ihr Mann Keith Miller aus Australien versuchen schon seit Langem, ein Kind zu bekommen, und sind überglücklich, als Christie schließlich schwanger ist. Die Schwangerschaft verläuft ohne Komplikationen, am 25. Dezember 2015 erblickt ihre Tochter Michaella das Licht der Welt. Die Eltern könnten nicht stolzer sein, doch kurz nach der Geburt macht Keith eine furchtbare Entdeckung. Er erzählt: „Zuerst dachte ich, dass es die Plazenta sei. Aber dann haben die Ärzte ihren Kopf abgewischt, und ich sah, dass ich meiner Tochter wie durch ein Bullauge direkt auf das Gehirn schauen konnte.“

Michaella wird nämlich mit einem 4 x 10 Zentimeter großen Loch im Kopf geboren, so groß wie eine Avocado. Noch bevor die frischgebackenen Eltern die Situation komplett realisieren, wird das Neugeborene auf die Intensivstation gebracht. Christie und Keith bleiben in hilfloser Panik zurück. Sie wissen nicht, wie ihnen geschieht. Während der Schwangerschaft war doch alles normal …

Michaella leider an einer Aplasia cutis congenita, bei der bestimmte Organe oder Körperstellen nicht richtig wachsen. Nur eines von 10.000 Kindern kommt damit auf die Welt, und das Ausmaß ist nur selten so groß wie bei Michaella. Als sie gerade einmal 22 Stunden alt ist, liegt die Kleine schon im OP und bekommt eine Hauttransplantation, um das Loch in ihrem Kopf zu schließen. Nur eine Woche später wird sie erneut operiert, da die Wunde beim ersten Mal nicht richtig verheilt ist.