Die Eltern sagen, ihre Tochter sei von Dämonen besessen. Vor Gericht kommt die Wahrheit ans Licht.

Anneliese ist ein zartes und oft krankes Kind und später ein ernsthaftes, ruhiges und freundliches Mädchen. Mit ihren Eltern und ihren drei jüngeren Schwestern geht sie mehrmals pro Woche zur Kirche und betet viel.

Im Alter von 16 Jahren wird bei Anneliese eine Epilepsie festgestellt. Als sie wenig später auch noch eine Lungenentzündung bekommt und an Tuberkulose erkrankt, muss sie für ein halbes Jahr zur Kur in ein Lungensanatorium. Als sie zurückkommt, muss sie eine Schulklasse wiederholen und wird dadurch aus ihrem Freundeskreis herausgerissen.

Ihre strengen Eltern verbieten ihr ihren ersten Freund und lassen sie auch keine gleichaltrigen Mädchen besuchen. Sie darf nicht tanzen oder mit anderen zusammen ausgehen. Anneliese ist deprimiert und vereinsamt immer mehr.

Während sie 1973 unter starker Anspannung für ihr Abitur lernt, glaubt sie zum ersten Mal, ein Klopfen in ihrem Schrank und in den Wänden ihres Zimmers zu hören. Auch Stimmen meint sie zu hören, die aus der Hölle zu ihr sprechen.

Als sie im Winter desselben Jahres nach Würzburg zieht, um dort zu studieren, sucht sie wegen ihrer andauernden Depression in der Nervenklinik der Universität Hilfe. Eine Untersuchung ihres Gehirns zeigt eine Schädigung, die wahrscheinlich für ihre Epilepsie verantwortlich ist.

Als sie plötzlich eine starke Abneigung gegen religiöse Gegenstände zeigt, kommt den streng gläubigen Erwachsenen um Anneliese herum ein böser Verdacht: Ist das Mädchen vielleicht gar nicht krank, sondern von dunklen Mächten besessen? Auch für Anneliese selbst scheint dies eine einleuchtende Erklärung zu sein.

Im Sommer 1975 führt der Pfarrer Ernst Alt zum ersten Mal einen Exorzismus an ihr durch, doch als Anneliese die Worte hört, zerreißt sie seinen Rosenkranz. Sie ist mittlerweile so schwach und krank, dass sie ins Haus ihrer Eltern zurückziehen und ihr Studium abbrechen muss. Als Alt ihr rät, in eine Nervenklinik zu gehen, lehnt sie, unterstützt von ihren Eltern, nachdrücklich ab.