Diese Frau zieht Kühe groß, obwohl sie ihre Milch nicht verkaufen kann. Der Grund ist überraschend.

Diese Frau zieht Kühe groß, obwohl sie ihre Milch nicht verkaufen kann. Der Grund ist überraschend.

 

Als nach der Atomkatastrophe 2011 die 20-Kilometer-Zone um das Atomkraftwerk in Fukushima festgelegt wurde, befahl die japanische Regierung den Bauern in dem Gebiet, ihr Vieh zu töten. Aber viele dieser Farmer konnten ihre Kühe nicht töten, denn für sie sind diese Lebewesen kein „Vieh“ sondern Familienmitglieder. Von da an hing das Schicksal der Kühe am seidenen Faden.

 

Vor dem Erdbeben gab es ungefähr 300 Haushalte, die sich um insgesamt 3.500 Kühe in der Zone um Fukushima kümmerten. Im Erdbeben kamen viele der Kühe um. Diejenigen, die überlebten, waren in bedauernswertem Zustand.

YouTube/ふくしま希望の牧場

 

Trotz der Anweisung der Regierung wehrten sich 10 Haushalte dagegen, die überlebenden Tiere zu töten und deswegen überlebten ungefähr 500 von ihnen. Die Bäuerin Mikiko Ikeda beschwert sich: „Das sind unsere Kühe. Warum müssen unsere Kühe getötet werden?“ Sie hat ihre Tiere fast ihr ganzes Leben lang begleitet und auch sie sieht in ihnen Familienmitglieder. Kein Wunder, dass sie sich dem sinnlosen Schlachten widersetzt hat. Aber natürlich darf sie die Milch nicht verkaufen, die ihre Kühe produzieren. Doch obwohl die Tiere Mikiko nun Geld und Arbeit kosten und sie keinen Verdienst an ihnen hat, hat sie sie nicht aufgegeben.

YouTube/RAmediateam

 

Doch Mikiko musste das Risiko eingehen, sich der Strahlung in der Zone um Fukushima auszusetzen, um zu ihrem Vieh zu gelangen. Zusätzlich erschwert wurde ihr Vorhaben dadurch, dass die Zone strengen Beschränkungen unterliegt. Deswegen sterben viele der Überlebenden der Massenschlachtungen trotz aller Bemühungen.

Youtube/ふくしま希望の牧場