Dieser Junge ist fast blind geworden. Durch etwas, das in vielen Kinderspielzeugen steckt.

Dieser Junge ist fast blind geworden. Durch etwas, das in vielen Kinderspielzeugen steckt.

 

Spielzeuge, selbst für kleine Kinder, werden immer ausgeklügelter und sind voller Technik. Fast in jedem Spielzeug steckt Elektronik oder ein kleiner Computer – und die besonders komplizierten Spielzeuge, wie etwa Plastik-Pistolen haben sogar echte Lasereingebaut.

 

Diese Laser finden sich heutzutage überall: Nicht nur im Spielzeug, sondern auch an Supermarktkassen oder in Laserpointern. Doch obwohl sie immer mehr Verwendung finden, vergessen viele Menschen noch immer, dass diese genialen und witzigen, technischen Spielereien nicht ganz ungefährlich sind.

Flickr/Nick Stenning

 

Dies weiß besonders der Augenarzt Dr. Ben Armitage zu berichten. Er lebt im australischen Hobart und hat einen ganz besonders schlimmen Fall im November 2015 in seinem Wartezimmer angetroffen:

 

Ein 14-jähriger Junge klagt über Augenprobleme. Als der Arzt weiter nachfragt, erzählt der Junge, dass er für einen sehr kurzen Moment in einen Laserpointer geblickt hat. Das Resultat ist katastrophal, denn der kurze Augenblick hat schon genügt, um das Auge irreparabel zu beschädigen.

Flickr/Wesley Fryer

Die Untersuchung der Augen zeigt Laserverbrennungen in beiden Augen nahe der Makula. Die Makula ist ein eng umschriebenes Areal im hinteren, zentralen Bereich der Netzhaut, in dessen Mitte die Verteilung der farbempfindlichen Sinneszellen die größte Dichte erreicht. Deswegen sind die Laserverbrennungen hier auch besonders fatal.

Flickr/ Fondo Antiguo de la Universidad de Sevilla