Dieser Vater muss zusehen, wie seine 2-jährige Tochter ersäuft wird. Diese Zeilen sind unbegreiflich tragisch.

Ich muss mal kurz was loswerden weil’s mich sehr mitgenommen hat und mich ehrlich gesagt schon sehr belastet. Ich arbeite mit meinem Betrieb des öfteren für eine große Weilheimer Firma auf deren Parkplatz Übergangscontainer für Flüchtlinge stehen. Jedes Mal wenn ich da bin kommt ein Syrer zu mir, weil er immer Zigaretten von mir schnorrt und letztens sind wir ein bisschen länger gesessen und haben uns unterhalten. Ich wollte wissen, wie er hergekommen ist, ob er auch auf einem der Boote war und er hat mir dann seine Geschichte erzählt die mich mehr als schockiert hat.

Er lebte mit seiner Frau und seinen 3 Kindern in Syrien, bis seine Frau und sein ältester Sohn vor seinen und den Augen seiner Kinder auf offener Straße erschossen wurde. Er hat dann alles, was er an Besitz hatte, verkauft um irgendwie auf eins der Flüchtlingsboote zu gelangen, was er auch schaffte. Auf der Überfahrt nach Europa wurde seine 2- jährige Tochter (so alt wie meine Tochter) einfach ins Meer geschmissen da sie zu laut geweint hat und die Menschen Angst hatten, dass sie entdeckt werden. Seine kleine Tochter ist ertrunken… Er und seine 2. Tochter haben es bis nach Deutschland geschafft, leider weiß er immer noch nicht wo sie ist, da sie in unterschiedlichen Flüchtlingslagern untergebracht wurden.

Man kann sich nicht vorstellen was dieser Mann, der weinend vor mir stand, durchgemacht hat. Uns allen geht es gut, wir haben fließend Wasser, Strom, Heizung und wirklich keiner muss hier auf irgendwas verzichten. Es macht mich echt traurig, wenn ich dann Kommentare von Leuten lese, die sich beschweren, dass diesen Menschen ein Handy und Kleidung gestellt wird. Sich beschweren, dass ihre Kinder den Schulsport nicht wie gewohnt in ihrer Turnhalle ausüben können, da diese für Flüchtlinge bereit gestellt wurden usw. usw.